„Die goldene Stadt“ Sabrina Janesch

 

Was war nur los mit seinen Eltern? Rudolph wollte es nicht glauben, aber vielleicht litt auch sein Vater an dieser sonderbaren Krankheit, die die meisten Leute im Laufe ihres Lebens befiel: diesem steifen Verharren in der unmittelbaren Umgebung, in all dem, was man seit jeher kannte. Darüber hinaus schien es für sie nichts zu geben, es wurde nichts gesehen, nichts entdeckt, nichts erfunden oder erdacht. – Seite 31

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„Goldwaschen ist wie Fischen“ sagt Klipper Eu immer. “ Du weist nie was Du kriegst, und am Ende sind Deine Füße kalt.“ – Seite 33

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Das so erklärte der Vater sei der Ingenieur. Und die Ingenieure, so fügte er später hinzu, nehmen die Welt nicht hin, wie sie wäre, sondern bauten sie sich so zurecht, wie es ihnen passte. – Seite 39

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Es gab mehr Wunder als Tage um sie zu bestaunen. – Seite 51

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Die Ingenieure scheren sich nicht um die Beschränkungen der Umwelt. Nicht das, was da ist , ist wichtig, sondern das was sie sich vorstellen. Alles andere wird angepasst. – Seite 52

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Mit der Zeit begriff Rudolph, daß das Richtige zugleich das Falsche sein konnte, es kommt nur auf die Perspektive an. Dachte man zu viel darüber nach, konnte man verrückt werden. Vielleicht war das der Grund , warum Wim die Männer so schuften ließ. Arbeiten war gesünder als Grübeln. – Seite 124/125

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Immerzu musste man kämpfen, das wusste Berns mittlerweile, kämpfen für die Richtung, in die man eigentlich wollte, denn die Welt hatte nichts Besseres zu tun, als einen immer wieder vom eingeschlagenem Weg abzubringen. – Seite 169

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„Wenn jemand sein Ziel so genau vor Augen hat wie ich, Ana“ sagte Berns schließlich “ dann wird er es auch erreichen. Mit seinem Willen formt er die Wirklichkeit um sich herum, sein Wille ist stärker als alle Ideen. Die ihn umgeben, verstehst Du?“ – Seite 225

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Nur klettern, nur gehen, immer weiter, und weiter, nicht nachdenken, so lange bis der Schmerz verflogen sein würde wie die Erinnerung an einen schlechten Traum. – Seite 336

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